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1690 |
Bettellizenz aus Hadamar für Anna Elisabeth Diehl. Erfolgreiche Sammelaktion im In- und Ausland, so will es
die Legende. |
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1698 |
Bau einer Kirche (der Dreifaltigkeitskirche) und eines dazugehörigen Hauses für den Vikar. Zum Vikariehaus
gab es außerdem noch zehn Morgen (2,5 ha ) Land zum Unterhalt des Pfarrers. Weiterhin erhielt Probbach direkt als Angrenzung
zur Kirche seinen ersten eigenen Friedhof. |
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1697 oder 1699 |
Karmeliter Pater Bruno a. S. Cunegunde aus Frankfurt tritt seinen Dienst im Dorf an. Er wurde 1649 in
Geldern unter dem Namen Theodor Verhagen geboren, das liegt nördlich von Duisburg nahe zur heutigen holländischen Grenze bei
Venlo. 1669 erhielt er seine Profess. Einige Jahre zuvor tritt er in den Karmeliterorden ein. 1672 wird er in Köln zum
Diakon und ein Jahr später zum Priester geweiht. Nach vielen unterschiedlichen Orten seines Wirkens kommt er 1689 nach
Frankfurt a.M. Ab 1699 gibt es durch ihn erstmals geregelten Schulunterricht in Probbach. Leider verstirbt er am 28.12.1709
nach langer Krankheit. Am Tage des heiligen Silvesters (31.12.1709) wird er durch Weinandus Lommersheim, dem amtierenden
Mengerskirchener Pfarrer, in der Dreifaltigkeitskirche zu Probbach beerdigt.
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1713 |
Ein Kaplan Susewand wird in Probbach genannt. Er unterrichtet nicht.
Man kann jedoch davon ausgehen, dass dieser Kaplan als Nachfolger von Karmeliter Pater Bruno im Vikariehaus gewohnt hat.
(Quelle: Probbach – unser Dorf)
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1715 |
Wird ein Kaplan Kaiser aus Niederbrechen im Zusammenhang mit Probbach genannt. Er wurde von Fürst Christian
von Dillenburg eingestellt, um in Probbach von 1722 bis 1729 eine Kirchspielschule zu unterhalten. Es ist daher auch davon
auszugehen, dass in diesem Zeitraum das Vikariehaus Kaplan Kaiser als Wohnhaus diente. (Quelle: Probbach – unser Dorf)
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1735 |
Gottfried Schultheis wird Pfarrer in Mengerskirchen. "Ihm machten die Filialisten zu Probbach und Dillhausen
und der Vikarius Autsch......das Pfarramt in Dillhausen streitig. Sie mähten das Gras ab, scheuerten die Früchte für den
Winter ein. Die Vikare zu Probbach und Dillhausen, welche seit dem Jahre 1631 den Dienst für den Pfarrer versahen, gaben oft
Veranlassung zu Reibereien." (Quelle: Pfarrchronik Mengerskirchen)
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1736 |
"Aber entschied die fürstliche Regierung, dass der Pfarrer nicht mehr gestört werden dürfe und im
Besitze der Dillhäuser Pfarrgüter...... die Vikare zu Probbach kämpften stets gegen den Pfarrer, was im Jahre 1791 die
Verwandlung der Vikarie in eine Kaplanei zur Folge hatte." (Quelle: Pfarrchronik Mengerskirchen)
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1747 |
Reparaturarbeiten am Vikariehaus wurden notwendig. Es geht (wie auch heute wieder) um Schadensfeststellung
und Kosten.
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1776 |
"Der Pfarrvikar in Probbach unterhielt 2 Kühe und 2 Rinder." (Quelle: Probbach – unser Dorf)
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1786 |
Es scheint zu einer Einigung wegen der Reparaturarbeiten gekommen zu sein.
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1788 |
Streit um Pfarrgüter! Deshalb wird die Vikarie Probbach-Dillhausen in eine Kaplanei umgewandelt.
(Quelle: Probbach – unser Dorf)
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1790 |
Der Lehrer Heinrich aus Ardorf erhielt (laut Schulchronik) das Vikariehaus bis 1805 zur Wohnung.
Bis 1810 fand der Schulunterricht weiterhin nur im Winter statt, dazu noch im Backhaus, das einen größeren Raum besaß.
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1705 |
Schullehrer Heep übernahm Schüler und Wohnung.
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1810 |
Auf Ánforderung von Dillhausen erhielt ein neuer Lehrer die Stelle in Probbach als Nachfolger. Jedoch nicht
nur Winter, sondern auch Sommerschule. Dies blieb bis 1817 so. (Quelle: Probbach – unser Dorf) Auch dieser wird seine Wohnung
im Vikariehaus gehabt haben.
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1827 |
Warum der „große Raum“ am Backhaus nicht mehr als Schulzimmer genutzt werden konnte, ist nicht bekannt.
Lehrer Horn, von 1827 – 1832 Schullehrer in Probbach, vermerkte: „Als Wohnraum und Lehrzimmer dient jetzt das Vikariehaus,
das mitten im Dorf steht. Das Lehrerzimmer ist zu klein und fasst kaum die halbe Schülerzahl.“ So musste Schichtunterricht
abgehalten werden. (Quelle: Probbach – unser Dorf)
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1828 |
berichtet der Lehrer von seinem Wohnhaus, dem Vikariehaus, dass das 130 Jahre alte Schieferdach durch ein
„ziemlich dauerhaftes Strohdach“ ersetzt werden muss. Dies hielt bis 1848 !!! Auch erhielten die Wände einen weißen Anstrich
und der Flur wurde mit Sandsteinplatten belegt.
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1848 |
Das Strohdach muss neu gedeckt werden!
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1855 |
Ab 1. November wohnten die Kapläne, die den Gottesdienst in Probbach und Dillhausen versahen, im Vikariehaus
Probbach. (Quelle: Probbach – unser Dorf)
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1864 |
Über Jahrzehnte hinweg findet man in der Schulchronik den Hinweis, dass der Schulsaal für 90 bis 100
Schüler viel zu klein sei. Die Inspektion des Regierungsrates gab den Anlass, dass eine neue Schule projektiert
wurde. Der Bau sollte so schnell wie möglich ausgeführt werden. Kostenvoranschlag 3265 Taler!
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1869 |
Nach dem Baubeginn der neuen Schule 1867 wurde diese am 10. Januar 1869 eingeweiht.
Die Lehrerwohnung im Vikariehaus wurde weiterhin von den Lehrern bis 1908 bewohnt.
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1889 |
Probbach und Dillhausen werden wieder Pfarrvikarie.
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1901 |
Lehrer Diehl wurde nach Probbach versetzt und blieb bis 1907. Er war der letzte Lehrer, der im Vikariehaus
wohnte.
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1903 |
Am 23. Febr. wurde der Bau eines neuen Schulgebäudes und der Umbau des alten Schulsaales in eine
Lehrerwohnung vergeben. Nach Baubeginn wurde der vorgesehene Termin (1. Nov.) nicht eingehalten. Die neue Lehrerwohnung
wurde erst am 1. Mai 1904 bezugsfertig. Während dieser Zeit musste das Vikariehaus nochmals als Schulhaus aushelfen.
(Quelle: Probbach – unser Dorf)
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1904 |
Die kleine Wohnung im ersten Stock bewohnte Emil Stamm mit seiner Ehefrau bis 1943.
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1908 |
Die Gemeinde vermietete nach dem Auszug des letzten dort wohnenden Lehrers und Umbaumaßnahmen
(Quelle: Bauschein Nr. 6: Der königliche Landrat, Weilburg, den 11. April 1908) das Vikariehaus. Die große Wohnung wurde von
Tobias Beck und seiner Familie bewohnt. Nach dem Tode von Tobias Beck wohnte hier weiterhin seine Tochter Maria mit ihrem
Sohn Willi und Familie bis 1948. (Wisjes Willi)
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1943 |
Als Nachfolger der Familie Stamm zog Familie Werner aus Frankfurt (Christa und Willi) in die kleine Wohnung
im ersten Stock ein. Die Familie blieb dort bis Kriegsende (1948).
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1944 |
Die Familie Scheiber aus dem Sudetenland mietete die kleine Wohnung im ersten Stock, wo sie bis 1970 blieb.
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1946 |
Für kurze Zeit wurde der frühere Schulsaal, den die Gemeinde für Sitzungen, Versammlungen und
Holzversteigerungen nutzte, an eine Familie Heiml aus dem Sudetenland vermietet. Die kleine Wohnung wurde nach Familie Werner
von Johann Scheiber und Familie bis 1970 bewohnt.
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1949 |
Sabine Sturm und Tochter Lisa Blum (Riddersch) mietete die große Wohnung. Sie übernahm die Reinigung des
Gemeindezimmers (Gemoa-Schtoh genannt) und bediente die Straßenbeleuchtung des Ortes. Sie wohnte im Vikariehaus bis 1971.
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1971 |
Nach Elise Blum wohnte in der Wohnung Leopold Sedlacek bis zu seinem Tode (22.1.1978).
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1976 |
Bis 1976 wurde der Saal von der Gemeinde genutzt. Danach hat eine Gruppe Jugendlicher das Haus etwas
renoviert und bis 1983 als Jugendräume genutzt.(Werkstatt, Küche, usw.) Die Kosmosband bestehend aus Harald Streubel,
Gerd Schermuly, Christoph Horz und Karl Weimar nutzten ebenfalls die Räumlichkeiten in dieser Zeit. Dann ging das Haus
in Privatbesitz über.
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1983 |
Die Gemeinde verkaufte das Vikariehaus an Frau Gehring aus Wiesbaden. Die das Haus durch eine Versteigerung
erwarb.
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2000 |
Rückkauf durch die Gemeinde Mengerskirchen für 18.242 DM.
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